Winterthur, CH

Ich habe einen neuen Wohnsitz. Und das natürlich nicht so ohne Weiteres, sondern aufgrund einer spannenden neuen Arbeitsstelle: Die Zürcher Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften oder kurz ZHAW. Die ZHAW ist eine Mehr-Sparten-FH, die erst vor ein paar Jahren durch Fusion von mehreren Fachschulen entstanden ist – infolgedessen gliedert sie sich in 8 Departemente an 3 Orten: Winterthur, Zürich und Wädenswil. Genau genommen sind es sogar noch mehr Standorte, da es in Winterthur wiederum 3, und in Zürich 2 Campi gibt. Besonders interessant (und wahrscheinlich auch herausfordernd für die Hochschulleitung) ist, dass damit sehr verschiedene wissenschaftliche Disziplinen unter einem Dach vereint wurden: Angewandte Linguistik, Engineering, Gesundheit, Management and Law, Architektur, Soziale Arbeit, Angewandte Psychologie sowie Life Science and Facility Management. Ich werde einerseits im Bereich Sachkatalogisierung (DDC) arbeiten, andererseits im Bereich Schulungskonzeption. Soweit erst einmal die Formalia.
Und nun zu “Winterthur, CH”. Ein schickes Städtchen Grossstädchen (ja, das ist richtig so – ß ist hier schon abgeschafft). Und wenn ich schick sage, meine ich das auch: Ich habe selten so viele Mode-, Accessoire- und Interieurläden konzentriert an einem Ort gesehen, wie in der Winterthurer Altstadt. Und natürlich Restaurants, Cafés, Delikatessengeschäfte obendrein. Geld für stylische Sachen ausgeben wird einem hier wirklich sehr einfach gemacht und scheint überdies Volkssport zu sein. Am Nachmittag ist das Zentrum, das morgens beschaulich und pittoresk daherkommt, plötzlich von Menschen geflutet, die ihren Kafi oder Espresso trinken und eine Backwaren-Preziose (ich ahnte ja nicht, was man aus einem profanen Toast machen kann!) zu sich nehmen, und natürlich shoppen. Das färbt ab: Ich ertappe mich dabei, dass ich mich für Design zu interessieren beginne, und des Öfteren mal so ein Kleidungsstück mitnehme. Wohnen in der Alstadt ist wirklich schön – alles ist unmittelbar fussläufig zu erreichen und hübsch ist es sowieso – aber birgt die permanente Gefahr eines Konsumrauschs.
Theater Winterthur, mit eingängigem Wahlspruch
Heute war nun aber Sonntag, und das bedeutet wirklich Ruhe hier. Außer ein paar wenigen Restaurants (mit Touristen darinnen?) hat wirklich alles geschlossen und die Innenstadt ist fast schon verschlafen. Zum entspannten Bummeln (ohne Franken in der Tasche!) wie gemacht. Ich habe dann auch gleich ein kulturelles Highlight von Winterthur, das Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten, besucht und war auch dort angenehm überrascht wie leer es dort war – wer z.B. das Deutsche Historische Museum in Berlin am Wochenende mal probiert hat, weiß, was Massen-Kultur (und Kälte) ist. Kurz gesagt, und obwohl ich nicht der Kunstexperte vor dem Herr bin, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Wenn man etwas mit der deutschen, österreichischen und schweizerischen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhundert (Romantik, Biedermeier, Realismus, Jugendstil) anfangen kann, ist man hier genau richtig. Heute gab es denn auch die passende Stimmung dafür: Regenwetter. Denn obwohl viele Bilder vom glücklichen (Sommer-)Landleben handeln, schwingt dort immer eine gewisse nostalgische Melancholie mit. Interessanter sind zumeist ohnehin die Porträts und Gemälde, die eine alltäglichere Szenerie zeigen (Menzel, Hodler). Und erwähnen muss ich natürlich noch das Paradestück der Sammlung: Die Kreidefelsen auf Rügen von Caspar David Friedrich. Ja, da muss man in die Schweiz fahren, um die zu sehen ;)
Die ganze Ausstellung war etwas viel auf einmal, ich werde sicher zu Führungen noch öfter hingehen – und dann ist da noch das Schwestermuseum Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», das französischew Malerei des 19. Jahrhunderst beherbergt. Winterthur ist #nice!

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Zum Welttag des Buches und des Urheberrechts…

Zum 16. Mal feiert die UNESCO heute den “Welttag des Buches und des Urheberrechts”, so kann man es zumindest in der Pressemitteilung der deutschen UNESCO-Kommission nachlesen. Nunja, eigentlich feiert sie diesen Tag erst das zweite Mal, aber wer will schon Wortklauberei betreiben. 2009 hieß der Ehrentag für die Kulturtechnik Lesen und das Medium Buch (aka Kodex) noch schlicht “Welttag des Buches” und der Börsenverein des deutschen Buchhandels verschenkte Bücher im großen Ausmaß. Ein Gratis-Kinderbuch mit einer Auflage von einer Million gab es im letzten Jahr dann zwar auch noch, allerdings hatte nun das (Werbe-)Geschenk der Buchhandlungen einen konsumpädagogischen Beigeschmack:

In diesem Jahr nimmt die Buchbranche den Welttag zum Anlass, Kinder und Jugendliche nicht nur für Bücher zu begeistern, sondern sie auch für den Wert des geistigen Eigentums zu sensibilisieren. So verteilen Buchhandlungen ein Lesezeichen, das kindgerecht einen Überblick über das Urheberrecht gibt. Ab dem 19. April 2010 geht zudem das Online-Spiel “Cat Protect” an den Start, das das Thema Urheberrecht spielerisch vermittelt ( www.catprotect.de).

Der “Welttag des Buches und des Urheberrechts” war erfunden.
Ja, einen leisen Groll kann ich mir nicht verkneifen, nicht im letzten Jahr und nicht heute. Man besuche die Aktionsseite www.welttag-des-buches.de, dann versteht man vielleicht warum. Woraus besteht dieser Welttag? Aus den altbekannten Buch-Gutscheinen, die interessierte Lehrer an ihre Schüler verteilen. Einer “Schnitzeljagd”, die um das Buch-Abholen drumherum gemacht werden kann (10 Euro für das Aktionspaket). Pinkem Deko-Material für Buchhändler. Einem Buch-Quiz zum Ankreuzen für Erwachsene, zum Ausdrucken… Achja, und sogar ein paar Lesungen, gesponsert von Verlagen (exkl. der Kosten vor Ort). Für so viel wertvolle Kulturarbeit benötigt es natürlich starke Partner und reichlich Unterstützung:

Die deutsche Kampagne zum Welttag des Buches wird durchgeführt von der Stiftung Lesen, den Landesverbänden und dem Bundesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dem cbj-Verlag, der Deutschen Post und dem ZDF. Buchhändler vor Ort und die Kultus- und Bildungsminister aller Länder unterstützen diese Initiative.

Nunja, ich gleite langsam in die Polemik ab. Was eben nicht daran liegt, dass ich die Ehrung des wunderbaren Null-Code/Energie/Device-Mediums Kodex nicht für angemessen hielte, oder gar den Ausbau der Leseförderung. Ganz im Gegenteil.
Und genau da liegt mein Problem: Ein breiter(!) Ausbau der Leseförderung, der Informations- und Medienkompetenz (nicht nur) für Kinder und Jugendliche. Und als Voraussetzung dafür: Ein breiter Zugang zu verschiedensten Informationen und Medien; adäquate Räume und Infrastrukturen, die deren Exploration, sowie soziales und kommunikatives Handeln und Lernen ermöglichen. Das ist es, was wir brauchen (auf die einschlägigen -gesellschaften verzichte ich hier), und nicht eine jährliche, inhaltlich mehr als magere PR-Aktion für den deutschen Buchhandel. Zugegeben, ein bisschen Inhalt macht der Börsenverein dann ja doch. Ob allerdings Aussagen wie “Ideen gehören ihren Erfindern.” oder Erklärungen wie diese


künstlerischen, wissenschaftlichen und journalistischen Anliegen und Realitäten gerecht werden, wage ich sehr zu bezweifeln. Und da bin ich bei weitem nicht die Einzige. Am treffendsten (und unterhaltsamsten) hat diese Vorstellung vom artifex oeconomicus mal wieder Nina Paley auf den Punkt gebracht.
Einen schönen Welttag des Buches, an alle Bibliophilen, Leser, Schreiber, Bibliothekare, Buchhändler, Antiquare, Informations- und Mediensüchtigen!

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Über mich.

Schön, dass Sie meine Homepage besuchen!

An der Humboldt-Universität zu Berlin habe ich Bibliothekswissenschaft und Europäische Ethnologie studiert. Persönlich würde ich mich als Wissenschaftliche Bibliothekarin mit den Interessensschwerpunkten Inhaltserschließung, Urheberrecht/Open Access und bibliografische Semantic-Web-Anwendungen beschreiben. In letztgenanntem Feld habe ich meine Magisterarbeit “Bibliografische Daten, Normdaten und Metadaten im Semantic Web – Konzepte der Bibliografischen Kontrolle im Wandel” angesiedelt, die Sie hier zum Lesen und Downloaden (PDF/A, 2,8 MB, CC) und weiter unten durch Scribd eingebunden finden.

Neben dem Studium habe ich fast durchgängig in Informationseinrichtungen gearbeitet. Bei meiner letzten Beschäftigung habe ich an der umfassenden Revision des Thesaurus der Pressedokumentation im Deutschen Bundestag mitgewirkt. Dazu gehörte die vorbereitende Gesamtplanung, die vergleichende Strukturanalyse der drei Bundestags-Thesauri sowie die detaillierte Analyse des Pressethesaurus nach formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten. Neben diesen Funktionen, die ich größtenteils in eigener Verantwortung übernahm, gehörte die Vor- und Nachbereitung und Begleitung der thematischen Lektorenberatungen zu meinen Aufgaben.

Vor dieser Arbeit war ich einige Jahre im Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte als Bibliotheksangestellte in Teilzeit beschäftigt. Meine Hauptaufgabe bestand hier in der Rekatalogisierung des Gesamtbestandes mit Fokus auf die Inhaltliche Erschließung mit Hilfe der Dewey Decimal Classification. Durch die teamorientierte Arbeitsorganisation mit dynamischer Aufgabenverteilung habe ich auch einige andere Funktionen übernommen und den gesamten Betrieb einer Wissenschaftlichen Bibliothek kennen gelernt, die sich als unmittelbare Service-Einrichtung in ständiger Weiterentwicklung versteht.

Wenn Sie mehr über meine Qualifikation und Motivation erfahren möchten, finden Sie ausführlichere Informationen in meinem Profil bei XING. Und natürlich freue ich mich sehr über eine direkte Nachricht an kathi|kringel|woitas|punkt|org.

Kathi Woitas: Bibliografische Daten, Normdaten und Metadaten im Semantic Web – Konzepte der Bibliografische…

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Thema Open Access: Der “Qualitätsjournalismus” blamiert sich…

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist vielleicht der Inbegriff von Qualitätsjournalismus in Deutschland. Zumindest noch. Denn welch absurden Pamphleten ihr Online-Portal FAZ.NET Raum gibt, spottet jeder Beschreibung.

Roland Reuß, Initiator des berühmt-berüchtigten Heidelberger Appells, hat dort heute einen Kommentar zur 2. Anhörung im Rahmen des Dritten Korbs der Urheberrechtsnovelle veröffentlicht. Thema der Anhörung war vor allem der Open Access zu wissenschaftliche Publikationen – ein lang gehegtes Desiderat nicht nur von Wissenschaftlern, sondern z.B. auch vom Bundesrat, der bereits 2006 ein unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht vorgeschlagen hat. Zum Rest des Beitrags »

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BMJ-Anhörung zum Urheberrecht oder #korb3 part 1

Das war sie also, die erste Anhörung zum Dritten Korb der Urheberechtsnovelle. Kurz und schmerzvoll, vor allem für den gesunden Menschenverstand. Da die Anhörung von geladenen Lobbyisten und Experten nicht-öffentlich war, waren Robin Meyer-Lucht von CARTA und Markus Beckedahl von netzpolitik.org so freundlich und haben live mitgebloggt.

Nachdem ja schon viele daran gezweifelt haben, dass so ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage überhaupt grundrechts- und urheberrechtsverträglich sowie praktikabel umzusetzen wäre, haben sich diese Bedenken m.M.n. bestätigt.

Prägnante Wortgruppen oder Satzfetzen sollen durch das LSR geschützt und vergütungspflichtig gemacht werden – also ein Bestand, der im Urheberrecht wahrscheinlich gar nicht die Schöpfungshöhe erreichen würde. Als Beispiel wurde vom Vertreter vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) Schweitzer ernsthaft die BILD-Schlagezeile “Ätschivederci, Italien” genannt, die bei Google News gelistet wurde. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Der Urheberrechtler Till Kreutzer (irights.info) verwies hier erneut auf eine zu erwartende Kollision mit den Kommunikationsgrundrechten. Zum Rest des Beitrags »

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SLS & die Berliner Rede zum LexSpringeR

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am Montag abend mit der „Berliner Rede“ in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die Verhandlungen um den „Dritten Korb“ der Urheberrechtsnovelle eröffnet. Kurz gesagt: es war keine schöne Veranstaltung.

Selbst wenn das piekfeine Drumherum (einschl.  der anwesenden Bürger Juristen und Lobbyisten) vielleicht einer Ministerrede angemessenen war – das Niveau der einführenden Rede von Ulrich Wickert war es sicher nicht. Sein lang-breites Hin-und-Her lässt sich auf zwei Aussagen zusammenfassen: “Das Werk ist mein Eigentum und ich will es geschützt wissen.” (Dass seine Rede mit “Mein Werk gehört mir” überschrieben war und dieser Satz sicher keine originäre Wickert-Schöpfung darstellt, konterkarierte seine überholte Auffassung vom Urheber als individuellen, genialen Schöpfer sehr schön.) Der zweite Erkenntnisgewinn: Ulli Wickert macht jetzt in Pariser Krimis. Zum Rest des Beitrags »

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"European Copyright Code" at the gates?

Ja, schön wär’s, nicht wahr? Und umso mehr, wenn dieses Urheberrecht für die Europäische Union gerade mal 23 Seiten (inkl. Titelei und Inhaltsverzeichnis!) beanspruchen würde. Die sogenannte Wittem Group hat am 26.04.2010 ihren Entwurf für einen European Copyright Code (pdf) vorgelegt – ein Projekt, an dem seit 2002 gearbeitet wurde. Mit dabei von deutscher Seite sind Prof. Thomas Dreier und Prof. Reto Hilty, diese Namen lassen hoffen, zumal sich genau diese Beiden für den Abschnitt 5, Limititations (also in etwa: Schranken) verantwortlich zeichnen. Zum Rest des Beitrags »

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Fair Use ins deutsche Urheberrecht!

Vielleicht könnte man so – stark vereinfacht – Dr. Till Kreutzers Vorschläge zu einer grundsätzlichen Urheberrechtsreform zusammenfassen. Allen am Thema Interessierten sei sein Aufsatz Den gordischen Knoten durchschlagen – Ideen für ein neues Urheberrechtskonzept im soeben erschienenen Sammelband der Böll-Stiftung/iRights.info Copy.Right.Now! Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht dringend empfohlen. Das Tolle an Kreutzers Aufsatz: auf nur 10,5 Seitenschafft er es, die Grundproblematik des heutigen Urheberrechts und die daraus folgenden “Alltagsprobleme” darzustellen und vor allem einen konstruktiven Ausweg vorzuschlagen. Dass die derzeitge Situation unhaltbar ist, darin stimmen viele Urheberrechts-Juristen überein, etwa auch der ebenfalls im Sammelband vertretene (und lesenswerte) Dr. Gerd Hansen: Zum Rest des Beitrags »

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Video: When Copyright goes bad

Consumers International hat einen interessanten 15′ Film gemacht, der die “Dämonisierung des Nutzers” in den aktuellen Entwicklungen des Copyrights anschaulich macht. Als Interviewpartner sind z.B. der kanadische Internet-Rechtler (ja, und Anti-ACTA-Aktivist) Michael Geist und  Fred von Lohmann von der Electronic Frontiers Foundation zu sehen. Auch in den USA und Kanada wird “Piraterie” und “Raubkopieren” vorsätzlich in einen Atemzug mit Kinderpornographie, Terrorismus und organisiertem Verbrechen genannt. Sunil Abraham vom Stanford Center for Internet an Society sieht darin die geschickte Taktik der Rechteverwerter, enormen Druck auf die Politik auszuüben. Diese rhetorische Kriminalisierung stellt eine exzellente Vorbereitung dar für die “legale” Kriminalisierung von Nutzerrechten und die weitere Ausdehnung des Copyrights. Parallel wird mit den Schaffen von technischen Fakten sowieso schon längst der Anspruch auf Fair Use (bzw. in Deutschland: auf Privatkopien und andere Schrankenbestimmungen) konterkariert. Aber nun der Film (leider nur auf englisch…eine Übersetzung wäre eine schöne Sache!):

When Copyright goes bad / Consumers International

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"The medium is the message." oder: Deep Package Inspection

Auf der re:publica 2010 habe ich gerade an der sehr interessanten Session von Andreas Bogk (CCC) und Ralf Bendrath (netzpolitik.org) mit dem Titel The Politics of Deep-Packet-Inspections teilgenommen. Und eben habe ich ein ca. 11′ Interview mit Andreas Bogk von dctp.tv gefunden, in dem er das Thema DPI noch mal kurz und anschaulich darstellt. Unbedingt zu empfehlen für jeden, der sich unter dem Buzzword Netzneutralität noch nicht wirklich viel vorstellen kann. Zum Rest des Beitrags »

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Computerwelt / Kraftwerk

Computerwelt / Kraftwerk

Wunderbar futurologisch. Muss ich überhaupt erwähnen, dass meine unmittelbare Assoziation der Name einer altgriechische Femme fatale ist ?!?

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Petition „Verbindliche Bürgerentscheide in Berlin!“

Aufruf für Verbindliche Bürgerentscheide in BerlinZivilgesellschaftliche Initiativen und Vertreter der Politik, allen voran der Rat der Bezirksverordnetenversammlungen (BVVen) rufen ab heute (Pressemitteilung hier) Abgeordnetenhaus und Senat dazu auf, die demokratische Mitbestimmung in den Bezirken zu verbessern! Initiiert vom Landesverband Berlin-Brandenburg von Mehr Demokratie e.V., wird die Online- und Offline-Unterschriftensammlung auch von den Berliner Piraten unterstützt. Landesvorsitzender Andreas Baum begründet: Zum Rest des Beitrags »

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Prof. Thomas Hoeren über ACTA

Thomas Hoeren, Professor für Informationsrecht und Rechtsinformatik in Münster, wurde vor ein paar Tagen ein internes ACTA-Papier zugespielt. Deutschlandradio Kultur hat ihn dazu interviewt:

Deutschlandradio Kultur, Breitband 13.02.10: ACTA, Interview mit T. Hoeren (mp3-Download, 4,4 MB)

Neun kleine Minuten, in denen das Wichtigste (und Neueste) zu den ACTA-Verhandlungen gut zusammengefasst ist!

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Copyrightverstöße, rassistische Inhalte & Kinderpornografie – für die EU alles dasselbe

Wenn man schon  glaubt, primitiver geht es nicht mehr (Kinderpornographie-Kampagne von von der Leyen und Schäuble), muss man nur auf die europäische Ebene schauen und wird schnell eines Besseren belehrt. So hat der spanische Ratspräsident Miguel Ángel Moratinos Cuyaubé den Delegationen der EU-Mitgliedsstaaten am 19.02.2010  ein kurzes Memo mit dem bemerkenswerten Titel

Infringements of intellectual property rights, xenophobic and racist content,
and child pornography: how do we combat these crimes on the internet? [Volltext] Zum Rest des Beitrags »

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Leistungsschutzrecht: Schutz vor wem eigentlich?

Die von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern (allen voran Springer und Burda) forcierte Schaffung eines Leistungsschutzrechts für Presseverleger hat laut Robin Meyer-Lucht (bei CARTA) mal wieder eine neue, absurde Wendung genommen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat mit einem Treffen mit Branchenspitzen (konkrete Namen werden in der Pressemitteilung nicht geannnt) im Bundeskanzleramt(!) die zügige Umsetzung des im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP vorgesehenen Leistungsschutzrechtes angegangen. Zum Rest des Beitrags »

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Lesson learned: Berlinale und die Zukunft des Films

Ich war auf der Berlinale, ja. Natürlich. Es hat mir Freude bereitet, neue Einsichten beschert (z.B. das Thema Commons in lebensbedrohender Realität in wundervollen indischen Filmen gezeigt). Und nun habe ich einen Essay von Ekkehard Knörer (Redakteur von CARGO) gelesen, der mir folgende Frage in schonungsloser Offenheit beantwortet: warum funktioniert die Berlinale, und warum funktioniert sie jedes Jahr größer und erfolgreicher? Zum Rest des Beitrags »

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Buchvorstellung: Gemeingüter. Wohlstand durch Teilen

Die Vorstellung des neuen Gemeingüter-Reports von Silke Helfrich, Rainer Kuhlen, Wolfgang Sachs und Christian Siefkes wird am 22.02.10 in der Berliner Zentrale der Böll-Stiftung stattfinden. Ein Termin, auf den ich mich sehr freue, gerade auch, um den Einen oder Anderen der Autoren persönlich zu sehen! Ich kann allen nur empfehlen, die Veranstaltung zu besuchen, das Podium verspricht eine tiefgründige und umfassende Diskussion des Themas Anerkennung und Umgang mit den Commons. Zum Rest des Beitrags »

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Eine allgemeine Finanztransaktionssteuer!

Heike Makatsch und Jan Josef Liefers sind nun in einem Werbespot für die Kampagne Steuer gegen Armut zu sehen, die ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen und gemeinnützigen Organisationen, z.B. Attac, DGB, Deutsche Welthungerhilfe zusammengeschlossen haben.

Video: Steuer gegen Armut!

Bisher sind Bündnis 90/Die Grünen die einzige Partei, die sich der Forderung angeschlossen haben. Wo sind die Piraten, wenn die deutschen Steuerzahler den “notleidenden Banken” (Unwort des Jahres 2008) einen Rettungsschirm von 480 Milliarden Euro spendieren – von den Spekulationsgewinnen an der Börse (die wir als Konsumenten alle mitbezahlen dürfen!) aber seit 1991 keinen Cent mehr gesehen haben?  Zum Rest des Beitrags »

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INDECT: Aufklärungs-Drohnen fürs subversive Stadtvolk

futurezone@orf.at hält uns auf dem Laufenden, was im Rahmen des europäischen INDECT-Projektes auf uns zu kommt. Und das ist, kurz  gesagt, ein Big Brother mit vielen “fliegenden Augen”. Genau so, als “fliegende Augen” nämlich, werden von der Militärindustrie euphemisierend unbemannte fliegende Aufklärungs-Drohnen genannt. Die EU ist bezüglich der Einsatzmöglichkeiten aber durchaus visionär, testet die Drohnen im zivilen Luftraum (ja, richtig gelesen!)  und konnte gerade einen ersten Fahndungserfolg vermelden.

Um genau zu sein, sollen diese UAVs (unmanned aerial vehicles) im Rahmen des INDECT-Projektes (“Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment”) benutzt werden, also zur Überwachung des städtischen Raumes und Identifikation von Bürgern im städtischen Raum. Diese Überwachung mit Personenerkennung ist aber nur ein Baustein von INDECT: Herzstück soll die Verknüpfung dieser mit personenbezogenen Daten aus dem Internet (thx, user-generated content!)  sein: Zum Rest des Beitrags »

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Must-Read: Wissensallmende Report 2009

Allen Jenen, die den Wissensallmende Report von Petra Buhr und Silke Helfrich (CommonsBlog und mit anderen Gemeingüter-Plattform) noch nicht kennen, sei er hiermit ans engstens Herz gelegt.

Die online verfügbare Broschüre erklärt kurz die verschiedenen gewerblichen Schutzrechte („geistiges Eigentum“) wie Urheberrecht, Patent, Gebrauchsmuster, Sortenschutz usw. und zeigt die teilweise absurden und schädlichen Folgen, die deren stetige Ausdehnung bringen. Internationale, produktive Gegenbeispiele eines offenen Umgangs mit Wissen werden im zweiten Teil des Textes vorgestellt. Zum Rest des Beitrags »

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